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BOOKS EX ORIENTE

 

Cohen, Ira: Das große Reispapier-Abenteuer von Kathmandu

Der New Yorker Fotograf, Filmemacher und Dichter Ira Cohen (1935-2011), der »Zauberer von Tanger, der Weise von Kathmandu«, wie ihn William S. Burroughs nannte, lebte in den 1970er Jahren in Nepal und betrieb dort einen Verlag, der Werke namhafter Dichter wie Paul Bowles und Charles Henri Ford auf Reispapier gedruckt als Erstausgabe herausbrachte. Von dieser Episode seines abenteuerlichen Lebens berichtet er in diesem Buch:
»Plötzlich waren die Sixties vorbei, und so beschlossen wir eine richtige Reise zu machen, mit Indien und Nepal als Reiseziel. Nach vielen Monaten unterwegs fanden wir schließlich nach Kathmandu. Wir beabsichtigten zwar lediglich, dem Ort einen kurzen Besuch abzustatten, verfielen aber dem Zauber dieses Shangri-La im Himalaya, wo es uns leicht fiel zu glauben, daß wir, solange wir dort lebten, für immer jung bleiben und Gedichte schreiben würden, bewegt von der Magie hohen tantrischen Ringens unter dem blauen, von Wolken beflockten Himmel, oben, auf der Dachterrasse der Welt. Es war Angus MacLise, der das große Reispapier-Abenteuer ins Rollen brachte, als er mit den lokalen Kunsthandwerkern und Farbholzschnittkünstlern Kontakt aufnahm ...«

Mit dem Nachwort »Ein Falke für Ira« von seinem Freund und Übersetzer Florian Vetsch.

Aus dem Amerikanischen von Florian Vetsch.

September 2011, Booklet, 28 Seiten, € 9,50

ISBN: 978-3-9813130-9-3

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Cutsinger, James S.: Philosophia Perennis und Christentum

Der lateinische Ausdruck Philosophia Perennis (»immerwährende Philosophie«) wurde wahrscheinlich zum ersten Mal 1540 vom vatikanischen Bibliothekar Agostino Steucho verwendet. In jüngerer Zeit bezeichnet der Begriff die Idee, daß alle großen religiösen Traditionen der Welt Ausdruck einer einzigen Wahrheit sind. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dieser Gedanke von Aldous Huxley popularisiert. Cutsinger erörtert in seinem Essay die Standpunkte der christlichen Perennialisten und ihrer Kritiker.

James S. Cutsinger hat in Harvard promoviert und ist an der University of South Carolina in Columbia Professor für Theology and Religious Thought.

2009, Booklet, 20 Seiten, € 9,50

Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Axel Monte.

ISBN: 978-3-9813130-4-8

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Fenton, Paul B.: Jüdische und islamische Mystik

Der wechselseitige Einfluß, den Israel und Ismael im Bereich der Mystik aufeinander ausgeübt haben, stellt eines der faszinierendsten Kapitel der vergleichenden Religionswissenschaften dar. Anhänger der Kabbala, Sufis und Chassidim schöpften aus denselben Quellen und standen zuweilen in regem Austausch. Solche Wegkreuzungen sind von unschätzbarem Wert und eröffnen neue und weitreichende Perspektiven des interreligiösen Dialogs.

Aus dem Inhalt: Die Anfänge im Osten - Das Goldene Zeitalter in Spanien - Maimonides und die jüdischen Pietisten - Die Kabbalisten von Safed - Die Sabbatianer

Paul B. Fenton lehrt an der Universität Sorbonne in Paris Jüdische Philosophie und Hebräische Literatur und ist Beirat des Kompetenzteams für Jüdische und Rabbinische Studien der Universität Potsdam.

2009, Booklet, 44 Seiten, € 9,50

Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Axel Monte.

ISBN: 978-3-9813130-3-1

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Muhammad Iqbal: Streunende Gedanken

»Nationen werden in den Herzen der Poeten geboren, sie gedeihen und sterben in den Händen der Politiker.« So lautet ein Eintrag aus dem Notizbuch des indischen Dichter-Philosophen Muhammad Iqbal (1877-1938), das er – wohl angeregt durch die Lektüre von Goethes Maximen und Reflexionen – im Jahr 1910 zeitweilig führte. Diese Streunenden Gedanken, wie Iqbal die zumeist kurzen Notate nannte, enthalten bereits etliche Grundzüge seines späteren dichterischen und philosophischen Werks, das ihn als einen der bedeutendsten muslimischen Denker des 20. Jahrhunderts ausweist. Für den deutschen Leser von besonderem Interesse sind zudem Iqbals enge Verbundenheit mit Deutschland (Studien in Heidelberg, Promotion in München), seine Beschäftigung mit deutscher Philosophie und die Bewunderung für Goethe: »Kein Volk kann sich ähnlich glücklich schätzen wie die Deutschen. Sie haben Heine hervorgebracht zu einer Zeit, als Goethe noch unbeschwert aus voller Kehle sang. Zwei ununterbrochene Frühlinge!«

Und mittendrin blitzten auch immer wieder Iqbals brillante Fähigkeit zur Analyse und seine Weitsicht auf, die er in manchen Dingen besaß: »Ein Urteilsspruch der Geschichte lautet, daß Pufferstaaten sich nie zu großen politischen Einheiten entwickeln können. Das galt für Syrien – einem Pufferstaat zwischen Römischem und Persischem Reich. Es scheint schwierig, die Zukunft Afghanistans vorauszusagen.« Worte, die in heutiger Zeit geradezu prophetisch klingen.

Diese kommentierte deutsche Ausgabe von Muhammad Iqbals Notizbuch Stray Reflections wurde in Zusammenarbeit mit der »Gesellschaft der Freunde Islamischer Kunst und Kultur« herausgegeben.

Mit der Einleitung von Dr. Javid Iqbal (Lahore), einem Nachwort von Dr. Christina Oesterheld (Südasien Institut Heidelberg) und einer Kalligraphie von Karl Schlamminger.

Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Axel Monte.

August 2012, Paperback, 160 Seiten, € 14,50

ISBN: 978-3-9815153-1-2

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Müller, Max: Indoeuropäische Märchen und Mythen

»Es wird die erstaunlichste aller Geschichten erzählt, nämlich wie diese Märchen von Asien bis in den Norden Europas gewandert sind. Diese Märchen, die die Ammen noch immer mit fast den gleichen Worten sowohl im Thüringer Wald wie in den norwegischen Dörfern erzählen, und denen unter den Pipalbäumen Indiens Scharen von Kindern lauschen, diese Geschichten gehören dem gemeinsamen Erbe der indoeuropäischen Völker an.«

Max Müller, 1823-1900, Wegbereiter der Indologie und der vergleichenden Religionswissenschaft, zu dessen Ehren die Goethe-Institute in Indien »Max-Mueller-Bhavan« heißen.

2009, Booklet, 40 Seiten, € 9,50

Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen und Nachwort versehen von Axel Monte.

ISBN: 978-3-9813130-0-0

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Eric van Reijn: Die Lauteren Brüder von Basra. Von der Freundschaft (Epistel 45)

Die »Lauteren Brüder von Basra« unternahmen im Zweistromland bereits im 10. Jahrhundert, was die europäischen Enzyklopädisten erst im 18. Jahrhundert angingen, nämlich das Unterfangen, eine Sammlung des universalen Wissens herauszugeben. Dabei entstanden 51 Episteln, die bei den Treffen der Bruderschaft auch zu Zwecken der Unterweisung verwendet wurden. Von Obrigkeit und Orthodoxie mißtrauisch beäugt, erlitten die Lauteren Brüder immer wieder Zeiten der Verfolgung. Im 19. Jahrhundert veröffentlichte Friedrich Dieterici seine deutsche Übersetzung von 40 der Episteln, ohne jedoch diejenigen mit vornehmlich mystisch-spirituellen Inhalten zu berücksichtigen. 1995 erschienen fünf davon (43-47) in der englischen Übersetzung von Eric van Reijn. Diese werden nun von Books Ex Oriente auf Deutsch veröffentlicht. Den Auftakt macht die Epistel 45 »Von der Freundschaft«.

Eric van Reijn wurde 1940 in Jakarta geboren und lehrte bis 2002 an der Universität von Auckland (Neuseeland) an der Fakultät für Indonesian Studies die Fächer Islam, Hinduismus, Buddhismus und Stammesreligionen Südasiens. Seine Forschungsgebiete umfassen arabische Geschichtsschreibung, islamische Mystik und Sprachen und Literatur von Java und Sumatra.

August 2011, Paperback, 52 Seiten, € 12,50

Mit einer Einleitung von Eric van Reijn.

Aus dem Englischen von Axel Monte.

ISBN: 978-3-9813130-8-6

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Ronge, Veronika: Die Kriegermönche von Tibet

Die Dob-Dob wurden als »Kriegermönche« in Tibet ob ihrer Ritterlichkeit, Tapferkeit und Kraft teils bewundert, ob ihrer provozierten Kämpfe und ihres unmönchischen Gebarens teils verschrien. Sie spielten als Ordnungshüter in den Gelugpa-Klöstern eine wichtige Rolle. Die Dob-Dob sahen sich als »Rückgrat« des Klosters, wie eines ihrer Sprichworte sagte: »Wir Dob-Dob sind die äußere Mauer, die anderen Mönche sind der innere Schatz.« Im Widerstandskampf gegen die Chinesen taten sie sich, ihrem Selbstverständnis folgend, besonders hervor. Seit den ersten Tagen des Exils hat sich die Institution der Dob-Dob aufgelöst.

Veronika Ronge hat Völkerkunde studiert und am Südasieninstitut der Universität Heidelberg mit einer Arbeit über »Das tibetische Handwerkertum vor 1959« promoviert.

2009, Booklet, 28 Seiten, € 9,50

ISBN: 978-3-9813130-1-7

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Rabindranath Tagore: Die Nobelpreisrede

Als der indische Dichter und Philosoph Rabindranath Tagore für die englische Übersetzung seines Gedichtbands »Gitanjali« 1913 als erster Nicht-Europäer den Literaturnobelpreis erhielt, waren keineswegs alle davon begeistert. Einige Zeitungen beklagten, dass der Preis einem »Hindu-Dichter, der nicht zu denen gehört, die wir ›weiß‹ nennen«, verliehen wurde, »dessen Namen nur wenige Leute aussprechen können«. Die Dankesrede, die Tagore 1921 in Stockholm hielt und deren großes Thema die Verständigung zwischen Orient und Okzident ist, liegt hier erstmals auf Deutsch vor. In einem Nachwort befasst sich Axel Monte mit den Hintergründen und Legenden, die sich um Tagores Nobelpreis ranken. So wird unter anderem der Frage nachgegangen, ob William Butler Yeats an der Übersetzung des »Gitanjali« tatsächlich einen so großen Anteil hat, wie böse Zungen behaupten.

Aus dem Englischen übersetzt, mit Anmerkungen und Nachwort versehen von Axel Monte.

Dezember 2012, Paperback, 44 Seiten, € 9,50

ISBN: 978-3-9815153-3-6

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Tagore, Rabindranath: Briefe aus Europa

Die Briefe, die Tagore 1921 von einer Reise, die ihn auch nach Deutschland führte, wo er begeistert empfangen wurde, an den in Indien gebliebenen Freund C. F. Andrews geschrieben hat, sind ein historisches Zeitdokument, das einen unverstellten Blick auf die Persönlichkeit des Dichters gewährt. Wir erfahren, wie er mit Ruhm und Ehre, die ihm kritiklos und im Übermaß entgegengebracht wurden, hadert, wie er sich ein weiteres Mal über eine unangebrachte Äußerung seines Freundes Gandhi aufregen muss und wie er sich nach seinem nichtsnutzigen Dichterleben der Zeit vor dem Nobelpreis zurücksehnt.
Bei aller Privatheit der Briefe vernimmt man im Hintergrund stets deutlich das Rauschen der Weltpolitik: blutige Unruhen in Irland, Korea und Indien. In diesem Kontext steht auch die im Anhang erstmals auf Deutsch veröffentlichte Protestnote gegen den Nationalsozialismus, in der Tagore bereits 1934 vor dem Terror des Naziregimes warnt. Und im Schlußsatz läßt der Dichter als sein persönliches Credo das schöpferische und ketzerische Individuum hochleben.

Rabindranath Tagore (1861-1941) gilt als der bedeutendste indische Dichter der Moderne. 1913 erhielt er als erster Schriftsteller außerhalb des westlichen Kulturkreises den Nobelpreis für Literatur.

2010, Paperback, 104 Seiten, € 14,50

Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen und Nachwort versehen von Axel Monte.

ISBN: 978-3-9813130-6-2

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Vetsch, Florian: Carnet de Fes

Florian Vetsch ist ein globaler Wanderer zwischen Orient und Okzident, ein Sprachweltreisender von staunenswerter Virtuosität. Sein »Carnet de Fes« ist erfrischend und besticht durch kurze Notate und Flashlights auf Freunde, Malerinnen und Intellektuelle in Fes, Rabat und Tanger, einer Stadt, der er vor einigen Jahren einen wunderbaren Sammelband gewidmet hat. Der Autor trinkt »Volubilia«, den befeuernden Wein des Landes. Wer denkt bei diesem Namen nicht an Wollust, Wohlergehen und Jubilieren?
Joachim Sartorius

Florian Vetsch, Herausgeber des legendären Readers »Tanger Telegramm« (Bilgerverlag, 2004), lebt als Autor und Übersetzer in St.Gallen und unterrichtet am dortigen Gymnasium Deutsch und Philosophie.

2010, Paperback, 84 Seiten, € 12,50

ISBN: 978-3-9813130-5-5

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