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  EDITION OCCIDENTE

 

Black, Jack: Gesetzbuch und Ganovenehre

»Wir werden alle zusammen hängen oder jeder einzeln, so viel ist sicher.« Mit diesem Zitat von Benjamin Franklin beginnt der legendäre Hobo und Einbrecher Jack Black seinen Essay, der 1930 in Harper’s Monthly Magazine erschienen ist. Er macht sich Gedanken über den moralischen Wert der Gesetzbücher und des Ehrenkodexes der Verbrecher. Eine neue Art von Gesetzlosen, die im Gewand ehrbarer Geschäftsleute auftreten, scheint ihm eine größere Bedrohung für die etablierte Gesellschaftsordnung dazustellen als die Einbrecher und Straßenräuber alter Schule, die mit ihren großkalibrigen Knarren durch die Gegend ziehen. Es sind Verhältnisse eingerissen, unter denen der Ganove, der sich an seinen Kodex hält, geradezu als Ehrenmann erscheint, während der scheinbar gesetzestreue Bürger sich mit Korruption und Bestechung herumschlagen muß und in einer Welt lebt, in der fast nichts ehrlich und rechtmäßig abläuft.

»Fünfzig Jahre später habe ich Jack Black aus dem Gedächtnis zitiert, manchmal Wort für Wort, und wenn du dich nach fünfzig Jahren noch daran erinnern kannst, dann muß es gut sein.« (William S. Burroughs)

Jack Black macht sich als Jugendlicher in den amerikanischen Westen auf und schließt sich der Ganovenbruderschaft der Johnsons an. Nach unzähligen Gefängnisstrafen, bei denen er mit Isolationshaft und Zwangsjacke gefoltert wird, wiederholten Ausbrüchen und schwerer Opiumsucht gelingt es Jack Black mit Hilfe des Verlegers Fremont Older aus dem Leben als Unterweltler auszusteigen. Seine autobiographischen Schriften beeinflussen Autoren wie Dashiell Hammett und William S. Burroughs. Im Jahr 1933 verschwindet Jack Black spurlos aus seiner Wohnung in New York. Es wird vermutet, daß er Selbstmord begangen hat.

»Jack war eine Art von Schreckensherrschaft ... in der Zeit kurz vorm Erdbeben und Feuer von 1906. Jedes Verbrechen, das während der ersten drei Monate dieses Jahres in San Francisco verübt wurde, hat man Jack Black in die Schuhe geschoben.« (R. L. Duffus im San Francisco Bulletin)

2011, Paperback, 48 Seiten, € 9,50

Aus dem Amerikanischen von Axel Monte & Florian Vetsch.

Mit dem Nachwort Eine Lektion über Gesetz & Verbrechen von Jürgen Ploog.

ISBN: 978-3-9813130-7-9

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Werner A. Disler: Das Verlangen gestalten. Selbstpsychologische Alltagsphilosophie.

Alles Leiden stammt aus dem Verlangen, das unsere Seele aufwühlt durch die Illusion, unser Heil sei irgendwo im Außen zu finden. Wer kennt nicht den Schmerz des Verlassenseins, des Gefühls, getäuscht, erniedrigt und beleidigt zu sein, der ohnmächtigen Wut? Dies wehren wir ab, indem wir Lebensstrategien anwenden, die uns vor Schmerz bewahren sollen. Wir wollen den Andern ändern, statt uns: aus ihm das Böse austreiben wie einen Teufel. Aber es verschwindet erst, wenn es empathisch wahrgenommen wird und wenn seine Wurzel, das ungestillte Verlangen nach Liebe, Anerkennung, Sicherheit selbst zum Ziel unserer Einflussnahme gemacht wird. Das heißt: wir müssen das Verlangen in uns gestalten lernen.
Die vorliegenden Texte stammen direkt aus Werner A. Dislers persönlicher und therapeutischer Erfahrung und sind unmittelbar verknüpft mit seiner nunmehr 40jährigen Praxis als Psychotherapeut.
Im Anhang befindet sich (statt Nachwort) ein Gespräch des Herausgebers Axel Monte mit dem in Zürich lebenden Autor.

2014, Paperback, 136 Seiten, € 14,50

ISBN: 978-3-9815153-5-0

Verlag BOOKS EX ORIENTE

Aus dem Buch:

Die grossen Vier

Verlangen
Narzissmus
Angst
Wut

Ihnen ausgeliefert zu sein
bedeutet Un-Gestalt, missgestaltet sein.
Um ihnen nicht ausgeliefert zu sein,
müssen sie alle gestaltet werden.

Halte zuerst Zwiesprache
mit deinem Verlangen,
statt mit dem, der es nicht erfüllt,
und mit deiner Verletzlichkeit,
statt mit dem, der dich verletzt,
und mit deiner Angst,
statt ihr auszuweichen
und mit deiner Wut,
statt sie blindlings anzuwenden.

Gestaltest du sie aber nicht,
bilden sie gemeinsam
Schmerz und Zerstörung.
Die ungestalteten großen Vier
vereinen sich zum Hass.

 

Lawrence, D. H.: Der Drache der Apokalypse

»Die Apokalypse besitzt eine alte, versunkene astrologische Bedeutung, und wahrscheinlich sogar einen alten astrologischen Plan. Die Hinweise sind zu deutlich und zu prachtvoll: wie die Ruinen eines alten Tempels, über die eine christliche Kirche errichtet wurde.«

»Die Apokalypse erlangt ein prachtvolles neues Leben, wenn wir uns ihre Symbole betrachten und dem Weg folgen, den sie uns weisen. Der Text führt uns direkt in die erhabene, chaotische hellensitische Welt des ersten Jahrhunderts: hellenistisch, nicht römisch. Aber die Symbole führen weiter zurück ... zurück nach Chaldäa und Persien, denn die Himmel sind vor allem die späten chaldäischen, und die Mysterien hauptsächlich die des Mithras. Andeutungen, wir haben nur äußerliche Andeutungen. Aber der Rest befindet sich in uns, und es ist erstaunlich, wie weit und in welch faszinierende Welten uns Andeutungen führen können, wenn wir ihnen nachgehen. Die orthodoxen Gelehrten werden sagen: Phantasterei! Nichts als Phantasie! Aber dann laßt uns Gott für die Phantasie danken, wenn sie unser Leben derart zu bereichern vermag.«

D. H. Lawrence, 1885-1930, durch Romane wie »Lady Chatterleys Liebhaber« berühmt geworden, spürt in seinem Essay über die Apokalypse den darin verborgenen astrologischen und mythischen Symbolen nach, und hält damit zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für die Befreiung von Sinnlichkeit und Imagination.

2009, Booklet, 40 Seiten, € 9,50

Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Axel Monte.

ISBN: 978-3-9813130-2-4

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Vetsch, Florian: Im Ledig House – Ein Frühling in New York

»Unterwegs nach Hudson, Sa, 27. März 2010 - Sitze im Amtrak-Zug Richtung Albany. Werde am Bahnhof von Hudson von einem Taxi erwartet, das mich zur Künstlerkolonie Omi bei Ghent in Upstate New York ins Ledig House bringen soll. Dorthin hat mich die Pro Helvetia für vier Wochen eingeladen: Flug und Unterkunft samt Verköstigung bezahlt – einzige Auflage bzw. Gegenleistung: writer in residence sein, also schreiben, schreiben, schreiben…«
So beginnt Florian Vetsch das Tagebuch seines Aufenthaltes im Ledig House. Doch was folgt, sind keineswegs Tage beschaulicher Schreibarbeit, sondern Begegnungen mit unterschiedlichsten Künstlernaturen aus aller Welt, Ausflüge nach New York City zum Dichter-Schamanen Ira Cohen und nach Woodstock zur Underground-Legende Ed Sanders sowie die Bekanntschaft mit Yuengling, »from America’s Oldest Brewery (since 1829)«.

Der St.Galler Autor Florian Vetsch hat etliche Bücher zu den Themen Tanger und Beat-Literatur verfasst und herausgegeben und Gedichte von u.a. Paul Bowles, Ira Cohen, Lawrence Ferlinghetti und Ed Sanders übersetzt.

2012, Paperback, 152 Seiten, € 14,50

ISBN: 978-3-9815153-0-5

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Jakob Vetsch: Kumpanen Christi – und andere Predigten

»Kumpanen Christi« heißt eine der 25 Predigten, die Jakob Vetsch zwischen 2005 und 2012 in verschiedenen Kirchen gehalten hat und die in diesem Buch nachzulesen sind. Vetsch war viele Jahre als reformierter Gemeindepfarrer tätig und hat die Internet- und SMS-Seelsorge mitbegründet. Seit 2007 arbeitet er im ökumenischen Seelsorgeteam der Sihlcity-Kirche mitten in einem Einkaufszentrum von Zürich. Vetsch plädiert für eine Kirche, die dort ist, wo »die Menschen leben, arbeiten, die Freizeit gestalten«. Diese Nähe zum Alltag der Menschen, gepaart mit einer besonderen geistigen Weite und seelischen Feinfühligkeit ist es, was die Predigten von Jakob Vetsch auszeichnet.
Mit einem Geleitwort von Cornelia Vogelsanger.

2013, Paperback, 160 Seiten, 1 Abbildung, € 14,50

ISBN: 978-3-9815153-4-3

Verlag BOOKS EX ORIENTE

 

 

Vetsch, Jakob: Neunundneunzig Rastworte aus Sihlcity

Sihlcity, Zürich. Kleine Einkaufsstadt auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik. Ein ungewöhnlicher Ort für eine Kirche. Ebenso ungewöhnlich die Kirche selbst: ökumenisch, interreligiös offen und für alle Menschen da. »Ob Sie Christ sind oder einer anderen oder keiner Religion angehören – Sie sind willkommen.« Diese geistige Weite prägt auch die vom Seelsorger Pfarrer Jakob Vetsch geschriebenen RASTWORTE, die wöchentlich für die Besucher der Sihlcity-Kirche bereit liegen und von denen neunundneunzig in diesem Buch enthalten sind.
In einem Gespräch (statt Nachwort) unterhalten sich Autor Jakob Vetsch und Herausgeber Axel Monte über Kirche und Kommerz, Stille, Ökumene und Interreligiöses.

2012, Paperback, 132 Seiten, 2 Abbildungen, € 14,50

ISBN: 978-3-9815153-2-9

Verlag BOOKS EX ORIENTE